Beauftragter der Landesregierung

Seit dem 1. Februar 2018 bin ich durch Kabinettsbeschluss “Beauftragter  der nordrhein-westfälischen Landesregierung für die  Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern” (siehe auch Pressemitteilung unten) und gemäß Ernennung durch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Vorsitzender des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen (www.mkw.nrw/landesbeirat).

Beide Funktionen sind im Ministerium für Kultur und Wissenschaften (www.mkw.nrw) angesiedelt.  Auf der Homepage des Ministeriums sind auch weitergehende inhaltliche Information über meine Arbeit zu finden.

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Meine Kontaktdaten als Beauftragter der Landesregierung lauten

Heiko Hendriks
Beauftragter der Landesregierung

Ministerium für Kultur und Wissenschaft

Völklinger Str. 4

40219 Düsseldorf

Telefon 0211 896-4840

E-Mail: Heiko.Hendriks (at)mkw.nrw.de

Medienmitteilung der Landesregierung NRW v. 11.03.2022:

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs: Vielfalt, Völkerverständigung und Zusammenhalt wichtiger denn je

Solidarität mit der Ukraine und Unterstützung für die in Nordrhein-Westfalen lebenden russischsprachigen Menschen, die gegen den Krieg sind.

Im Zuge der aktuellen Situation rund um den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ist es in Nordrhein-Westfalen zu vielen Hilfsangeboten und Solidaritätsbekundungen, aber auch zu Anfeindungen und Ausgrenzungen von russischsprachigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gekommen. Eine Rolle spielen dabei auch gezielte Desinformationskampagnen –  eine neutrale, sachliche Berichterstattung und die Prüfung von Quellen sind aktuell wichtiger denn je. Der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Klaus Kaiser, sagt dazu: „Der russische Angriff auf die Ukraine ist eine tiefgreifende Zäsur in Europa. Dieser eklatante Bruch des Völkerrechts lässt sich durch nichts rechtfertigen. Gerade deshalb appelliere ich an alle Menschen in Nordrhein-Westfalen: Vielfalt, Völkerverständigung und Zusammenhalt sind in diesen Zeiten wichtiger denn je. Wir wissen, dass viele russischsprachigen Menschen – in Russland wie auch hier in Deutschland – den von dem russischen Präsidenten begonnenen Krieg gegen die Ukraine nicht unterstützen. Ihnen gilt unsere Sympathie und Achtung. Ausgrenzungen und Anfeindungen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sind nicht hinnehmbar.“

Dietmar Schulmeister, Landesvorsitzender Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. (Landesgruppe Nordrhein-Westfalen), schließt sich dem an: „Deutsche aus Russland sind kein verlängerter Arm des Putin-Regimes, sondern setzen sich für Menschenrechte, Toleranz und Frieden ein. Gemeinsam müssen wir jetzt den Geflüchteten aus der Ukraine helfen und für ein Miteinander in Nordrhein-Westfalen einstehen. Gerade aufgrund unserer Erfahrungen in der UdSSR wissen wir, wie menschenverachtende Propaganda wirkt.“

Der Beauftragte für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, ergänzt: „Spätestens seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim ist bei den Russlanddeutschen in Nordrhein-Westfalen so gut wie keine Sympathie für Putin, geschweige denn für seinen Angriffskrieg gegen seinen Nachbarn, vorhanden. Die bei uns lebenden Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler verdienen unsere Solidarität!”

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft steht in engem Austausch mit den Partner-Institutionen, die Kontakte zu Menschen in und aus der ehemaligen Sowjetunion unterhalten, unter anderem der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland NRW, dem Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold, den Organisatoren des Schüler-Wettbewerbs „Begegnung mit Ost-Europa“ und der Heimvolkshochschule St. Hedwigs-Haus, Oerlinghausen. Sie alle arbeiten schon lange mit Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern und wissen, wie leicht Herkunft mit einer politischen Gesinnung verknüpft wird und wie schwer es ist, die Heimat zu verlassen und in einer neuen Heimat Fuß zu fassen, in der ihnen mit Vorurteilen begegnet wird.

Die Arbeit dieser Vereine und Institutionen hat durch die aktuelle Situation noch einmal an Relevanz zugenommen. Unter dem Eindruck des ersten Angriffskrieges in Europa seit dem zweiten Weltkrieg, kommen neue Aufgaben auf sie zu, bei deren Bewältigung die Einrichtungen vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt werden: Hierzu zählt unter anderem eine „Demokratiewerkstatt im Quartier“ in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung NRW.

     

Presseinformation der Landesregierung                                                                                                                                                                                          Düsseldorf, 23. Januar 2018

Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern: Heiko Hendriks wird Beauftragter der Landesregierung

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat Heiko Hendriks (Mülheim an der Ruhr) in ihrer heutigen Kabinettsitzung zum Beauftragten für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern bestellt. Am 1. Februar 2018 wird Hendriks seine Arbeit aufnehmen. Zugleich wird er den Vorsitz des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen übernehmen.

Deutsche Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Übersiedler aus der damaligen DDR, Aussiedler und Spätaussiedler engagieren sich auf vielfältige Art und Weise in Nordrhein-Westfalen. Dies will die Landesregierung besonders würdigen – und zugleich auch die Erinnerung an Flucht und Vertreibung wachhalten.

„Wir wollen den deutschen Vertriebenen und Flüchtlingen, den Aussiedlern und Spätaussiedlern wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Deshalb haben wir für sie einen klaren Ansprechpartner benannt“, sagte Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft. „Heiko Hendriks ist auf Grund seiner parlamentarischen Erfahrungen sowie seines einschlägigen persönlichen Engagements für die Wahrnehmung dieser Aufgaben besonders geeignet.“

„Ich freue mich auf diese neue politische Aufgabe und bedanke mich sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich sage zu, dass ich mich mit großem Engagement meinem zukünftigen umfangreichen Aufgabenfeld widmen werde“, sagte der neue Vertriebenen- und Aussiedlerbeauftragte Heiko Hendriks.

Bis 1970 sind mehr als 2,4 Millionen deutsche Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Heute leben rund 630.000 Aussiedler und Spätaussiedler in Nordrhein-Westfalen. Bis 1990 kamen sie mehrheitlich aus Polen, seitdem bis heute mehrheitlich aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Bereits seit 1948 gibt es in Nordrhein-Westfalen den Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen. Er berät die Landesregierung und vertritt die Interessen der Vertriebenen, Flüchtlinge und Spätaussiedlerinnen oder Spätaussiedler in der Öffentlichkeit. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen bisher vor allem in den Bereichen der Aufnahme und Unterbringung sowie der sprachlichen, schulischen, sozialen und gesellschaftlichen Eingliederung.

Der Beauftragte für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern soll nun zusätzlich als Ansprechpartner für die Landesregierung, die Landsmannschaften und die Verbände der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler dienen. Er übernimmt eine Lotsenfunktion und vermittelt bei Bedarf geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote in die Landesverwaltung oder in andere Bereiche hinein.

Aufgabenfelder sind unter anderem:

  • Unterstützung der Pflege, Förderung und Weiterentwicklung des Kulturgutes der Vertreibungsgebiete
  • Kontaktpflege und Zusammenarbeit mit Institutionen und Organisationen der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, auch auf Bundesebene und in anderen deutschen Ländern
  • Intensivierung der Patenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen mit den Landsmannschaften der Oberschlesier und der Siebenbürger Sachsen